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Energiepreise ab 01.01.2021


Alle Infos zu den Energiepreisen ab 01.01.2021.
Jahresabrechnung 2020 - Gesamter Jahresverbrauch wird mit 16 % MWSt. abgerechnet.

 

1. Strompreise sinken
Die deutschen Strompreise werden maßgeblich von den staatlich veranlassten Steuern, Umlagen und Abgaben sowie den staatlich regulierten Netzentgelten beeinflusst. All diese Preisbestandteile machen ca. 75 % des Strompreises aus.

Der Anstieg der EEG-Umlage konnte durch das Eingreifen der Bundesregierung gestoppt werden. Sie beträgt 2021 6,5 Cent/kWh gegenüber 6,756 Cent/kWh in diesem Jahr. Ohne die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms in Höhe von ca 19 Mrd. Euro wäre die EEG-Umlage nach den Angaben der Übertragungsnetzbetreiber auf 9,651 ct/kWh gestiegen.

Auch bei den Netzentgelten hat der Gesetzgeber eingegriffen. Mit dem Netzentgelt-modernisierungsgesetz (NEMOG) vom 30.Juni 2017 erfolgt eine schrittweise Angleichung der Entgelte der vier Übertragungsnetzbetreiber, bis diese ab 01.01.2023 deutschlandweit gleich hoch sind. Die Kosten der Übertragungsnetze machen knapp 25 Prozent der Gesamtkosten der Stromnetze aus. Während TransnetBW und 50Hertz ihre Entgelte erhöhen, bleiben sie bei Amprion unverändert. Die im bisherigen System benachteiligte Tennet, die auch für unser Netzgebiet zuständig ist, kann hingegen ihre Entgelte senken, wovon nun die Stadtwerke-Kunden profitieren.

Durch den Saldo aus allen Umlagen, Steuern und Abgaben sowie der Reduzierung der Netzentgelte senken die Stadtwerke Straubing die Strom-Tarife der Haushaltskunden zum 01.01.2021 um netto 0,8 ct/kWh, im Grundversorgungstarif also von 24,50 ct/kWh aufm 23,70 ct/kWh.
Für den Normkunden mit einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von brutto 33,52 Euro (netto 28 Euro).


2. Gaspreise steigen aufgrund der CO2-Bepreisung

Die Entwicklung von Steuern und Umlagen war im Vergleich zum Strom bisher unspektakulär und der Einfluss auf die Preise gering. Das ändert sich allerdings ab 2021:

Fossile Brennstoffe werden ab 01.01.2021 mit einem CO2-Preis von 25 Euro/to nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) belastet, der bis 2025 auf 55 Euro/to ansteigt. Die Bundesregierung möchte damit Anreize für ein umweltschonendes Verhalten setzen.Erdgas ist zwar ein umweltschonender fossiler Energieträger, aber auch hier entsteht bei der Verbrennung Co2 – allerdings weniger als bei der Nutzung anderer fossiler Energien. Das zeigt sich auch in der Höhe der vergleichsweise geringen CO2-Bepreisung von 0,54 Cent/kWh. Zum Vergleich: Heizöl erhält einen Aufschlag von 0,87 Cent/kWh.

Leider gleichen die in diesem Jahr gesunkenen Beschaffungskosten für Gas die zusätzlichen Kosten durch den CO2-Preis nicht aus. Wir müssen daher die Preise für Gas in den Haushaltstarifen um netto 0,3 Cent/kWh erhöhen, z.B. im Grundversorgungstarif II von 4,86 ct/kWh auf 5,16 ct/kWh. Für den Gaskunden mit einem Verbrauch von 20.000kWh/Jahr (Einfamilienhaus) erhöhen sich damit die jährlichen Kosten um brutto 71,40 (netto 60 Euro).

Alle Strom- und Gaskunden der Stadtwerke werden bis Mitte November von den neuen Preisstellungen per Post informiert.

 

Eine gute Nachricht zur Jahresabrechnung 2020:
Nach einer Klarstellung des Gesetzgebers, dürfen die Stadtwerke nicht nur den Energie- und Wasserbrauch ab 01.07.2020 sondern den gesamten Verbrauch des Jahres 2020 mit 16 % Umsatzsteuer berechnen. Voraussetzung dafür ist der Zeitpunkt der sog. Leistungserbringung, im Fall der Energie- und Wasserlieferungen ist dies der Ablesezeitpunkt.

Wie kann sich die Steuersenkung auf die Jahresabrechnung auswirken?
Bei einem Musterhaushalt mit 3.500 kWh jährlichem Stromverbrauch haben die Stadtwerke eine Kostenersparnis von 28 EUR ermittelt. Bei einem durchschnittlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh kommen weitere 32 EUR hinzu, während sich die Ersparnis bei einem Wasserverbrauch von 90 m³ mit rund 4 EUR nur geringfügig auswirkt. Auf das Schmutzwasser wird keine Umsatzsteuer erhoben.

„Für uns ist es selbstverständlich, dass wir die steuerlichen Vorteile weitergeben und unsere Kundinnen und Kunden so direkt von günstigeren Preisen profitieren können“, so Helmut Kruczek, Geschäftsführer der Stadtwerke Straubing.


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