12.01.2021 I Jahresabrechnung der EEG- und KWKG-Anlagen


Alles Wissenswerte zur Jahresabrechnung der EEG- und KWKG-Anlagen
 

Mittlerweile speisen 2938 PV-Anlagen mit einer Leistung von 95.007 kWp etwa 95 Mio. kWh Strom in das Stadtwerke-Netz ein. Der Zubau im Jahr 2020 hat 208 Neuanlagen und 16 Anlagen aus der Netzübernahme Unterzeitldorn mit insgesamt 3.867 kWp betragen, davon 84 Neuanlagen mit Batteriespeicher.

Die Solarstrahlung war um -0,6% bzw. 7 kWh/m², die Sonnenstunden mit 1896 um 14 Stunden (-0,7%) niedriger als 2019. Diese Werte liegen aber weiterhin deutlich über dem langjährigen Mittel.

Sind keine Zählerstände gemeldet worden, so erfolgte die Abrechnung mit einem Schätzwert aufgrund der Menge des Vorjahres.

Die Stadtwerke empfehlen den Anlagenbesitzern grundsätzlich, nicht nur die Zählerstände am Jahresende korrekt und pünktlich zu melden, sondern auch unterjährig die Zählerstände monatlich zu erfassen bzw. zu überwachen. Funktionsstörungen- oder Anlagenausfälle können sonst zu hohen Rückforderungen führen.

Die Anlagenbetreiber erhalten ggfs. je eine Abrechnung für die EEG-Abrechnung, eine für die Rückvergütung (Anlagenbetreiber, die für den selbst verbrauchten Strom noch eine EEG-Vergütung erhalten) und eine für die EEG-Umlage (für Anlagenbetreiber, die ab 1.8.2014 in Betrieb gegangen sind und PV-Strom selber verbrauchen.

Seit 31. Januar 2019 hat das Webportal des Marktstammdatenregisters den Betrieb aufgenommen. Das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist das zentrale Register für alle Stromerzeugungsanlagen sowie für alle Stromspeicher in Deutschland.

Jeder Betreiber einer Stromerzeugungsanlage ist gesetzlich verpflichtet sich und seine Anlagen in diesem Portal zu registrieren – unabhängig davon, ob Ihre Anlage bereits in einem früheren Register registriert wurde oder nicht. Das neue Portal ist zu finden unter www.marktstammdatenregister.de.

Die Frist zur Registrierung für Neuanlagen beträgt 1 Monat ab Inbetriebnahme. Wird diese Frist nicht eingehalten führt das zu einer Absenkung der EEG-Förderung. Bestandsanlagen müssen Ihre Anlage bis spätestens 31.01.2021 registriert haben, ansonsten wird die Zahlung der EEG-Vergütung gestoppt. Knapp 150 Anlagen in unserem Versorgungsgebiet haben sich trotz wiederholter Erinnerung immer noch nicht registriert.

Bis 30. April müssen die Stadtwerke die Daten für die Meldung an den Übertragungsnetzbetreiber umfangreich aufbereitet haben, ebenso für den Wirtschaftsprüfer, dessen Testat bis zum 31. Mai ebenfalls dem ÜNB vorgelegt werden muss.

33 Blockheizkraftwerke (2020 Neu: 1 mit 13,8 kWel) mit einer Leistung von 1.337 kWel sind an unser Netz angeschlossen, die etwa 2,1 Mio. kWh eingespeist haben und gemäß immer komplizierterem KWKG vergütet werden.

Im Jahr 2020 hat es 302 Stunden mit negativen Strompreisen gegeben, für die die BHKW-Anlagenbetreiber keinen KWKG-Zuschlag erhalten. Während dies für die KWK-Anlagenbetreiber ab der ersten Stunde gilt, wird das für die PV-Anlagen erst ab 6 zusammenhängenden Stunden angewendet.

Die Abrechnungen nach KWKG erfolgen wegen des quartalsweise veröffentlichten Börsenpreises ¼-jährlich. Die Jahresabrechnung dieser Anlagen erfolgt voraussichtlich erst nach dem ersten Quartal 2021, weil dazu noch eine umfangreiche Ermittlung der vermiedenen Netznutzungsentgelte erforderlich ist.

Das EEG wurde im Jahr 2020 erneut in vielen Punkten überarbeitet und erst endgültig kurz vor Jahresende am 28.12.2020 veröffentlicht. Ab 2021 gibt es danach eine Anschlussregelung für ausgeförderte Anlagen welche 20 Jahre lang die EEG-Vergütung erhalten haben.

Für alle Rückfragen zur Abrechnung von EEG-und KWKG-Anlagen stehen Frau Rampf (Tel. 09421/181) und Frau Dietl (Tel. 09421/864-182) zur Verfügung.

Unsere Bürozeiten im Kundenzentrum 1:
Montag – Donnerstag: von 8.00 bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr
Freitag: von 8.00 bis 12.00 Uhr

Wir bitten um Verständnis dafür, dass unsere Kundenzentren aufgrund des pandemiebedingten Lockdowns für den persönlichen Kundenverkehr noch bis mindestens 31.01.2021 geschlossen sind. Unsere Mitarbeiter sind daher ausschließlich über Telefon bzw. E-Mail erreichbar.